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Brot für die Welt, Baguette für Nürnberg

15. Mai 2009

montferrand

Heute besuchte der französische Botschafter Bernard de Montferrand Nürnberg im Rahmen eines deutsch-französischen Freundschaftstages. In seinem Vortrag mit anschließender Fragerunde erzählte der sympathische Botschafter, dass ihm Deutschland und die Deutschen sehr gefalle und er sich hier wohl fühle. Für ihn ist es wichtig, dass sich Deutschland und Frankreich freundschaftlich derart gut verstehen, denn beide Länder sind in Europa ein wichtiges Bindeglied.

Am Beispiel der weltweit berühmten deutschen Rock-Band Tokio Hotel erklärte er, dass die Sympathie beider Länder füreinander – seit dem Bestehen der deutsch-französischen Freundschaft – immer weiter zunimmt. So sei es auch nicht verwunderlich, dass sich immer mehr deutsche und französische Schülerinnen und Schüler für die jeweils andere Sprache als Fremdsprache entscheiden.

Er erzählte außerdem, dass sich Angela Merkel und Nicolas Sarkozy mehrmals im Monat treffen um das ein oder andere gemeinsame Problem auch gemeinsam anzugehen, auf europäischer Ebene zum Beispiel. Der persönliche Dolmetscher der beiden war übrigens auch anwesend um Monsieur de Montferrand (wohlgemerkt unnötigerweise) bei der Übersetzung zu helfen.

Der französische Botschafter unterhält selbst übrigens auch einen Weblog. Die französische Botschaft in Berlin findet sich schräg gegenüber des Brandenburger Tors – sieht sehr französisch aus. 😉

le_maire

Im Anschlss ging es mit etwas Verspätung (Probleme mit dem Flugzeug) weiter: Der französische Europaminister Bruno Le Maire sprach mit den Anwesenden ebenfalls über die deutsch-französische Freundschaft – in sehr verständlichem Französisch muss ich sagen. Monsieur Le Maire ist der französische Staatssekretär für europäische Angelegenheiten und Generalsekretär für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Aufgrund seiner Verspätung und den langen Einladungs- und Begrüßungsreden konnte der Minister selbst nur wenige Minuten referieren um dann gleich noch ein paar Fragen zu beantworten. Eine Frage habe ich ebenfalls gestellt:

Monsieur Le Maire, Deutschland hat jetzt und auch noch in Zukunft mit den Folgen der Finanzkrise zu kämpfen. Deutsche Politiker versuchen die Ausgaben der Konjunkturpakete durch Steuererhöhungen wieder reinzuholen. Viele Leistungsträger verlassen das Land. Was sind die französischen Antworten auf die Rezession?

Nachdem mich Günter Gloser (SPD) ein wenig verstimmt ansah, antwortete Monsieur Le Maire prompt, aber diffus:

Die Finanzkrise beschäftigt Frankreich. Die Regierung ist gefragt passende Antworten zu finden und wägt deshalb stark ab, ob das kleinere Übel für Frankreich etwa steigende Arbeitslosigkeit oder höhere Verschuldung für konjunkturelle Hilfsmaßnahmen ist. (Gedächtnisprotokoll)

Abschließend gab es nun noch ein paar Dankes- und Verabschiedungsansprachen.

Monsieur Le Maire bleibt bis zum Abend in Nürnberg und wird im Rathaus nochmals über das Thema Europa und deutsch-französische Freundschaft referieren. (Seine Rede steht auf der Seite der französischen Botschaft zum Download bereit.)

Alles in allem eine höchstinteressante und gelungene Veranstaltung. Gute Politiker kommen aus Frankreich!

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