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Wetter mal anders, Eis mal anders

10. Mai 2009

Gestern Abend hatte es zwar (wie auch am Abend davor) ganz hässlich gestürmt, doch den Tag über war es heute sonnig und temperaturmäßig sehr angenehm in Nürnberg.

Die Gelegenheit habe ich natürlich genutzt, bin mit dem Fahrrad CO2-freundlich in die Stadt geradelt und habe dort in der yogär einen gefrorenen Joghurt gegessen.

Das ist im Prinzip nichts anderes als Joghurt-Eis. Der Clou dahinter ist jedoch, dass man sich zu seinem Joghurt drei verschiedene Toppings aussuchen kann. Ich habe mich für Gummibärchen, frische Erdbeeren und Schokochips (wie im Frühstück) entschieden. Aber es gibt auch Schokosträusel, Kirschen, Smarties, Kokosraspeln, Mandeln, verschiedenste Soßen usw. Knapp 2 Euro habe ich für die mittlere Größe bezahlt, absolut gerechtfertigt und absolut empfehlenswert!

Zu finden ist diese Eisdiele der besonderen Art in der Spitalgasse in der Altstadt, direkt an der Bushaltestelle Heilig-Geist-Spital.

Dann gings weiter in den Stadtpark wo heute die erste Gänseblümchen-Kette des Jahres entstand. Schade, dass die immer so schnell welk werden. 🙂

photo_gänseblümchen

Heute ist Muttertag

10. Mai 2009

…und ich werde nun gleich zu meiner Mutter fahren und ihr eine Hortensie schenken. Sie hat sich dieses Frühjahr ein Blumenbeet angelegt und da dachte ich, ist das genau das Richtige.

UPDATE: War es auch. 🙂

Seid schön lieb zu euren Mamas heute. 😛

Was man in Zirndorf alles machen kann

9. Mai 2009

Nun sagt der Nürnberger Volksmund ja, dass Fürth total *#?/$+ sei. Hm ok, die Fußgängerzone (kurz “FuZo” genannt) ist wirklich nicht der Hit – aber mal ehrlich, das ist sie in Nürnberg auch nicht.

Ein besonders schönes Fleckchen hingegen ist Zirndorf. Ich habe die ersten warmen Sonnenstrahlen genutzt und bin da mal hingefahren. Eine echte Empfehlung ist dabei die Alte Veste.

359px-Alte_veste_zirndorf_1980

Das ist ein rechter hoher Turm mitten im Wald, der nahezu rund um die Uhr frei zugänglich ist. Nach ewigen 140 Stufen wurde man dann mit einem recht netten Ausblick entlohnt. Danach habe ich in der benachbarten Gaststätte gegessen, die preiswert, freundlich und sehr lecker war. By the way: Wusstet ihr, dass der Main-Donau-Kanal etwa auf Höhe der Euromed Klinik (die mit der Glaspyramide) über eine Brücke führt?

photo_ausblick

Absolut beeindruckend auch der Blick von oben ins Treppenhaus (siehe Foto). Da weiß man was man geschafft hat. 🙂

photo_treppenhaus

Zur (jüngeren) Geschichte des Turms: Im zweiten Weltkrieg wurde das Areal rund um den Turm zur Waffenproduktion genutzt. Kurz vor der Befreiung durch die Allierten hatte die Wehrmacht die gesamte Produktionsstätte inklusive Turm gesprengt. Erst 1980 wurde auf den Überresten des bereits im 14. Jarhunderts gebauten Turms der Heutige errichtet.

Übrigens: Feuerwehr und Polizei nutzen das Turmdach als Antenne für ihren Funk.

Zug der Erinnerung

8. Mai 2009

Gleis1

Ich glaub‘ mich tritt ein Pferd als ich im Bahnhof bemerke, dass auf Gleis 1 eine Dampflok steht. Mit echtem Dampf und Kohle und Tüt-tüt. Was ist das?

Es ist der Zug der Erinnerung steht da seitlich auf dem Waggon. Es geht um die Deportation von Kindern und Jugendlichen im Dritten Reich, daran soll dieser Zug, vielmehr die Ausstellung in ihm, erinnern. Ich steige hinten ein: Ich befinde mich in einem dieser alten Waggons, in denen der Durchgang noch seitlich und nicht mittig verlief. Natürlich ist der Waggon stark zurückgebaut, keine Sitze, abgeklebte Fenster usw. Jedes der ehemaligen Passagierabteile bildet die „Kurz“-Biographie über ein ausgewähltes Kind im Dritten Reich ab, wo es geboren wurde, wie aufgewachsen, wann grausamst aus dem Leben gerissen und schließlich wann dieses „unwerte“ Leben von den Nazis ausgelöscht wurde.

Besonders ergreifend fand ich die Geschichte von einem etwa 3-jährigen Mädchen aus Frankreich: Am Abend vor ihrer Deportation wurde im Ghetto noch ein süßes Kinderfoto von ihr angefertigt. Diese braunen Bambiaugen, ihr Kleid und die feinen Schühchen. Und im KZ angekommen wurde sie sofort „vernichtet“. 😦 Ich glaube, mir ist da eine kleine Träne über die Wange gelaufen.

Das ist nur eine der vielen interessanten Geschichten dieser Ausstellung. Am Ende des Zuges wird man dann freundlich um eine Spende gebeten, aber diesmal leuchtet mir der Grund dafür mehr als ein: Die Deutsche Bahn verlangt von den Ausstellern unvorstellbar hohe Summen für die Benutzung von Bahnsteig und Schienennetz (3 Euro für jeden gefahrenen Kilometer und 45 Euro pro Stunde am Bahnsteig) und das können die Aussteller natürlich nicht alleine bewältigen. Doch das müssen sie: Das Bundesverkehrsministerium als auch der Bahn-Vorstand haben finanzielle Hilfe oder eine andere Unterstützung mehrere Male abgelehnt. Murks!

Und das obwohl die Bahn, als damalige Reichsbahn, wohl nie schlecht an den Sonderfahrten nach Dachau oder Ausschwitz verdient haben wird! Das die DB seit ca. 1980 auch noch ein Imagevideo mitsamt Nazi-Propaganda anbietet setzt dem ganzen die Krone auf. Tenor: „Die Bahn ist Opfer des Krieges. Soo viele Gleise wurden zerstört.“

Zug-der-Erinnerung

Der Zug bleibt noch bis Samstag Abend auf Gleis 1 am Nürnberger Hauptbahnhof um dann weiter nach Hersbruck zu fahren. Ich wünsche viel Erfolg!

www.zug-der-erinnerung.eu

Bahn spontan

7. Mai 2009

Heute morgen musste ich ungelogen über eine Stunde auf meine S-Bahn von Rehhof nach Nürnberg Hbf warten. Die Ansagen überschlugen sich geradezu. Als dann der „defekte Triebkopf“ anscheinend endlich explodiert, vollständig abgebrannt oder einfach nur beiseite geschoben wurde, kam dann auch endlich eine S-Bahn.

Die war natürlich – richtig – bis zum Bersten voll. Nach gefühlten drei Stunden Gruppenkuscheln kam ich dann völligst genervt und erschöpft in Nürnberg an, hatte zufällig von so Gangstern vernommen, dass es bei großen Verspätungen extra Entschuldigungszettel von der Bahn gibt (für Uni, Arbeit, Schule, etc.) und wollte dann auch so einen:

Sehr geehrter Fahrgast,

es tut uns leid, dass es im Betriebsablauf in und um Nürnberg heute zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ihre Deutsche Bahn

Der kostenpflichtige Kaffee im Bahnhof hat mich versöhnt – ich hab gleich zwei genommen…

Krisenmanagement in Nürnberg

1. Mai 2009

Weil es gerade mal aktuell ist: Ich habe heute Post vom Wirtschaftsreferenten Roland Fleck bekommen. Er schreibt die Stadt habe nun Anfang März als Antwort auf die Finanzkrise ein „Nürnberger Netz zur Sicherung von Beschäftigung“ geknüpft. Teile des Netzes sind u.a. die Handwerkskammer, die IHK sowie die IG Metall.

Beiliegend war eine kleine Broschüre. „Krise meistern – Zukunft gestalten!“ lautet der wohlklingende Claim. Also gut, dass fesselt mich jetzt… Ich mache die Broschüre auf und sehe wenig Überzeugendes:

Das Amt für Wirtschaft bietet eine „Clearingstelle“ für Firmen in Not an. Dasjenige Unternehmen, dass sich dann zufällig in der Hotline verirrt hat soll dann analysiert werden, damit man „mögliche Maßnahmen einleiten“ kann. Und wer dabei denkt „Supi, die reiche Stadt der arme Steuerzahler wird auch für mein Missmanagement aufkommen“, der hat ganz Recht:

… Zudem kann das Amt für Wirtschaft die Unterstützungsmöglichkeiten erläutern, die die Stadt Nürnberg Unternehmen in Krisensituationen anbietet.

Naja ich denke wir reden hier über viel heiße Luft, denn wenn ein Unternehmer in Not gerät und dann Hilfe von der Stadt in Sachen Gespräche mit Kreditinstituten, Betriebsbetreuung bei Kurzarbeit, Qualifizierung von Mitarbeitern, Arbeitswissenschaft und Finanzinfo im Internet braucht, dem ist nicht mehr zu helfen.

Roland Fleck ist übrigens berufsmäßiger Stadtrat.

Auf ins Freibad

25. April 2009

Juhu, heute ist es soweit: Die Nürnberger Freibäder öffnen ihre Pforten! Von morgens 9 Uhr bis abends um 20 Uhr heißt es ab sofort wieder “Wasser ahoi” in den Freibädern Naturgarten, Stadion und West.

Mein persönlicher Favorit ist übrigens der Naturgarten, der ist ganz wunderschön im Wald in Erlenstegen gelegen, hat eine ganz tolle Rutsche und ist auch im Hochsommer immer angenehm schattig.

Fehlt nur noch die entsprechende Figur, höchste Zeit den Winterspeck zu verbrennen! 😛

Mehr Informationen gibt es übrigens unter www.nuernbergbad.de.